Energie & Infrastruktur
Sanierung: 300.000 Euro weniger als das eigene Angebot
Die Kundin hatte für ihre Sanierung selbst Angebote eingeholt. Sie lagen bei 750.000 Euro. Über unser Netzwerk wurden daraus 450.000 Euro. Der Unterschied lag nicht im Verhandeln, sondern in der Zahl der Beteiligten, die mitverdient haben.
Ausgangslage
Die Kundin plante eine umfangreiche Sanierung und hatte sich dafür an eine Architektin gewandt. Am Ende lagen ihr Angebote über rund 750.000 Euro vor. Für sie war das schlicht der Preis, den diese Sanierung kostet.
Tatsächlich war in diesem Preis vor allem eine Kette von Beteiligten enthalten.
Erste Stufe: der Architekt. Für dieses Vorhaben war ein Architekt gar nicht zwingend erforderlich. Er hat die Sanierungsarbeiten außerdem nicht selbst ausgeführt, sondern an ein Subunternehmen weitergegeben. An dieser Vermittlung verdient er mit.
Zweite Stufe: das Material. Die Beschaffung war über einen weiteren Subunternehmer aus Deutschland geplant, der die Ware im Ausland einkauft und weiterverkauft. Auch dieser Aufschlag landet am Ende im Angebot.
Dazu kam ein zweites Problem, das noch schwerer wiegt. In den Angeboten waren keine Qualitätsstandards verzeichnet.
Bei einer Sanierung gibt es verschiedene Qualitätsstufen. Zwischen der einfachsten und der hochwertigsten Ausführung liegt bei gleicher Fläche ein erheblicher Teil der Bausumme. Wenn ein Angebot nicht angibt, in welcher Qualität gearbeitet wird, ist es nicht bewertbar. Man weiß nicht, ob 750.000 Euro teuer sind oder günstig, weil man nicht weiß, wofür.
Die Kundin hatte also Preise, aber keinen Maßstab.
Was wir geprüft haben
Wir schauen bei der Einholung von Angeboten sehr genau darauf, wie ein Anbieter arbeitet. Nicht nur was er kostet, sondern ob er die Leistung selbst erbringt oder weitergibt, wo er sein Material bezieht und woran er verdient.
Genau diese Fragen haben wir hier gestellt. Dabei kam die Kette heraus: ein Vermittler, der nicht nötig war, und ein Zwischenhändler beim Material, der die Ware nur durchreicht.
Parallel dazu die Frage nach der Qualität. In welcher Qualitätsstufe soll überhaupt saniert werden? Erst wenn das feststeht, lassen sich Angebote miteinander vergleichen.
Maßnahme
Wir haben einen Bauleiter aus unserem Netzwerk beauftragt. Sein Modell unterscheidet sich in drei Punkten von dem, was der Kundin vorlag.
Er kauft direkt. Das Material kommt vom Großhandel im Ausland, ohne den Aufschlag eines Wiederverkäufers dazwischen.
Er verdient nur an seiner eigenen Arbeit. Er wird ausschließlich für seine Leistung als Bauleiter vergütet, nicht an der Vermittlung von Gewerken oder am Material. Damit hat er kein Interesse daran, dass etwas teurer wird.
Er hat ein Netzwerk statt einer Adresse. Er arbeitet mit verschiedenen Handwerkern zusammen und kann bei jedem Gewerk das beste Angebot bei hoher Qualität wählen. Wo es sinnvoll ist, kommen auch Handwerker aus dem Ausland zum Einsatz, etwa aus Polen, statt ausschließlich lokal zu vergeben.
Aus diesen drei Punkten zusammen entsteht die Differenz. Nicht aus einem Nachlass, sondern daraus, dass niemand mehr mitverdient, der nichts beiträgt.
Wirtschaftlicher Vorteil
| Kostenstelle | Angebote der Kundin | Über unser Netzwerk | Ersparnis |
|---|---|---|---|
| Sanierung | 750.000 Euro | 450.000 Euro | 300.000 Euro |
Beispielrechnung auf Basis eines realen Mandats. Ergebnisse hängen von Ausgangslage, Volumen und Marktbedingungen ab.
Für wen dieser Fall typisch ist
Für jeden, der ein Bauvorhaben plant und dafür selbst Angebote einholt.
Zwei Fragen entscheiden dabei über sehr viel Geld. Erstens: Wer in dieser Kette erbringt tatsächlich eine Leistung, und wer reicht nur weiter? Zweitens: In welcher Qualität wird gebaut, und steht das im Angebot?
Wer beide Fragen nicht stellt, vergleicht Preise ohne Maßstab und nimmt am Ende den günstigsten davon für den Marktpreis.
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